Auf dem Weg zu Seaworld haben sich unsere Gastgeber dazu entschlossen, uns eine Spur ursprüngliches Amerika vorzuführen. Nach meiner Vorstellung also Blockhütte, Sumpf, wilde Tiere, heiße Temperaturen.
Die angepeilte Unterkunft wurde offiziell als ein “cabin” bezeichnet, also als Blockhütte.
Während ich voll männlicher Vorfreude sogleich meinen Leatherman einpackte um für alle Herausforderungen der Wildnis gerüstet zu sein, griff meine Angetraute mit in Sorgen gefalteter Stirn nach der großen Flasche Mückenspray und der extra Blutreserve aus dem Kühlschrank.
Ein Blick in Google Maps enthüllte in der Tat, dass wir in unmittelbarer Nähe zu einem See nächtigen sollten.
Von außen betrachtet machte die Blockhütte auch noch einen recht rustikalen Eindruck.
Von innen kam allerdings die große Enttäuschung (für mich) bzw. die große Erleichterung (für meine Frau)!
Die Blockhütte war ausgestattet mit
- Klimaanlage
- Kühlschrank
- Mikrowelle
- Spülmaschine!
- zwei Schlafzimmern mit Bad
Natürlich war alles, inklusive Veranda, sorgsam abgeschirmt mit Fliegengitter. Völlig unnötig eigentlich, denn Mücken gab es eigentlich keine. Wahrscheinlich hatten die sich bereits frustriert einen wilderen See gesucht.
Doch das absolute Highlight:
- Ein Kamin mit Feuer auf Knopfdruck!
Gasbetrieben und mit falschem Holz.
Soviel also zum Thema übernachten in der Wildnis…
Schön war es natürlich trotzdem und wer ist schon heute noch besonders wild darauf, seine Mahlzeiten vor dem Verzehr selbst zu erlegen?
Das überlässt man dann doch lieber anderen, aber dazu bald mehr.
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